Altenzentrum Jüdische Gemeinde
Bornheimer Landwehr 79 b
60385 Frankfurt am Main
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Die Jüdische Gemeinde in Frankfurt am Main hat eine große , verpflichtende Tradition. Von ihr gingen, bis zur gewaltsamen Zerschlagung durch die Schergen Hitlers, Impulse in die ganze jüdische Welt.


Was von den Baulichkeiten der Israelischen gemeinde und der Israelischen Religionsgesellschaft zu Frankfurt am Main in der Nacht des 9. Novembers 1938, in der die Synagogen in ganz Deutschland und unzählige jüdische Gemeinde- und Bürgerhäuser gebrandschatzt wurden, noch bestehen blieb, fiel den Bombenangriffen des II.Weltkrieges zum Opfer.


Die wenigen , der Katastrophe und der Vernichtung entronnen Juden, die nach 1945 nach Frankfurt zurückkehrten oder die Zuflucht suchten, fanden in dem ehemaligen jüdischen Krankenhaus in der Gagernstraße, das notdürftig von den Kriegseinwirkungen renoviert wurde, eine erste Unterkunft.


Einige Zeit später beschloß die wiedergegründete Jüdische Gemeinde zu Frankfurt am Main, in den Gebäuden dieses ehemaligen Krankenhauses ein Altersheim einzurichten. die Baulichkeiten, die aus der Jahrhundertwende stammen, beherbergen seitem ältere Menschen, viele die dem Inferno entronnen und in alle lande zerstreuten jüdischen Bürger Frankfurts und andere Städte der Bundesrepublik, sowie des deutschen Sprachkreises, die nach einem leben in der Emigration ihren Lebensabend hier, in unserem Altersheim, beschließen wollen.


Was die Baulichkeiten, bedingt durch Alters- und Kriegsfolgeschäden und durch das Fehlen eines heute längst selbstverständlich gewordenen Komforts vermissen ließen, bemühte sich seit über einem Jahrzent der ehemalige Leiter des Heimes, Herr Alfred Jachmann s.A. , durch persönlichen Einsatz und ein vorbildlich arbeitendes Team von Pflege- und Hauspersonal wettzumachen. Eine große Anfrage von Bewerbern für die Aufnahme in unser Altersheim zeigt, welche Bedeutung einem in harmonischer Atmosphäre und jüdischer Tradition geführten Altersheim zukommt. Doch all der persönliche, pflegerische und medizinische Einsatz konnte auf Dauer nicht über die Mängel hinwegtäuschen, die die alten Baulichkeiten immer wieder aufweisen und mit sich bringen.


Nach langer Anlaufzeit, eingehender Beratung mit der Stadt Frankfurt am Main und den zuständigen Ministerien, wurde uns zu Beginn des Jahres 1973 für einen kleineren, ersten Teil, und zwar für den Bau des Pflegeheimes und für 29 Alterheimzimmer grünes Licht gegeben.


Am 10.Dezember 1974 wurde die Einweihung des Pflegeheimes und Altersheimteiles gefeiert. In den darauf folgenden Jahren wurden noch der II. und III. Bauabschnitt unseres Altenzentrumes (Altersheim- Hauptteil und Altenwohnungen) fertig gestellt.


Das Altenzentrum hat zur Zeit 175 Plätze für Bewohner/innen, Einzelzimmer und bei Nachfrage Doppelzimmer, 5 Miniappartments, eigenes Rehabilitationszentrum mit Massagepraxis, Ergotherapie und Physiotherapie. Einen Friseursalon, Fusspflege, Bibliothek, große Parkanlage mit Sommerterasse sind ebenfalls im Haus integriert.


In der Heim-Synagoge finden Gottesdienste am Freitag Abend, Sabbat und allen jüdischen Feiertagen statt.


In direkter Nachbarschaft befindet sich unsere Wohnanlage (Betreutes Wohnen) mit 111 Wohnungen. Sämtliche Wohnungen sind mit einem Notrufsystem und Telefonanlage mit dem Altenzentrum verbunden.


Heute, im Jahr 2003, stehen wir vor einer weiteren Modernisierung desAltenheimes. Nachdem in den letzten Monaten, die Planungen daür zu bewältigen waren, können wir davon ausgehen, das wir noch im Laufe des Jahres mit Umbau beginnen können. Nach Abschluss der Arbeiten zählt das Altenzentrum der Jüdischen Gemeinde mit zu den modernsten Einrichtungen was die Ausstattung sowohl, auch die Dienstleistungen, Bewohnerbetreuung, Ärtzliche Versorgung betrifft. Für die konzeptionelle Gestaltung zeichneten sich der derzeitige Heimleiter Leo Friedman und Frau Prof. Dr. Esther Weitzel-Polers.




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